Männedorf Wappen

Männedorf: Anflugschneise statt Goldküste

Wo sich der Otter gegen Biber, Eichhörnchen und sogar einen Löwen durchsetzt.

Männedorf Wappen

Interview mit Klaas W. beim Spaziergang in den Rebbergen

Was sagen denn Sie jemandem, der hierher ziehen möchte?

Herzlich will­kommen! Sie haben sich ein ganz schönes Stück Paradies ausgewählt.

Was sagen Sie jemandem, der von hier wegzieht?

Was um Himmels Willen hat Sie denn geritten? Sind Sie Franz Hohler Fan und ziehen deshalb nach Oer­likon? (lacht)

Kupferstich von Heinrich Bruppacher

Ort des Manno

abge­leitet aus Mann­idorf


933
Mann­idorf

1260
Mennidorf

1263
Maennidorf

1276
Manidorf

1504
Män­i­dorff
Quelle: “Zürcher Orts­namen — Ent­stehung und Bedeutung”, Zürcher Kan­to­nalbank ZKB, 4/85

Was ist denn so besonders an dieser Gemeinde?

Die Gemeinde liegt je nach Inter­pre­tation nicht mehr an der Gold­küste, dafür unbe­strit­te­ner­massen in der Anflug­schneise Süd des Flug­hafens Zürich. Die Flug­zeuge über­fliegen die Gemeinde jedoch in relativ grosser Höhe, so dass man früh­morgens nicht aus dem Schlaf schreckt.
Die einen meinen zwar, es töne wie Last­wagen, die vor dem Haus vor­bei­brausen. Die anderen hin­gegen finden, ein Tram in Zürich sei defi­nitiv lauter. Genaue Mes­sungen zur objek­tiven Ein­ordnung der unter­schied­lichen Wahr­neh­mungen sind uns jeden­falls nicht bekannt.

Darüber hinaus ist Männi wohl die einzige Schweizer Gemeinde, die lediglich einen Bahnhof hat, jedoch Ein­kaufs­mög­lich­keiten an zwei ver­schie­denen Bahn­höfen auf Gemein­de­boden auf­weisen kann.
Der Grund ist jedoch einfach: Der Bahnhof von Uetikon am See befindet sich auf der Gemein­de­grenze zu Män­nedorf. Das Bahn­hofs­ge­bäude steht auf Ueti­koner, der Migrolino immerhin auf Män­ne­dorfer Boden.

Und was gibt es sonst so zu erwähnen?

Die Gemeinde verfügt überdies über einen leben­digen Kul­tur­be­trieb, der fast aus­schliesslich durch private Initia­tiven zustande kommt. So lädt das 1994 abge­brannte Kino Wil­denmann regel­mässig zu Film­fe­stivals ein — und ja, es wurde zwi­schen­zeitlich wieder aufgebaut.
Über die Gemein­de­grenzen bekannt ist zudem die Kul­tur­schüür.

Die Website der Gemeinde listet knapp 100 Vereine jeg­licher Couleur auf.
Das Hal­lenbad “im Hasen­acker” (über den Namen lässt sich vor­züglich fabu­lieren) hält seine Becken prak­tisch das ganze Jahr offen. Wenn nicht gerade Corona-Pan­demie herrscht. Und das Strandbad Son­nenfeld — ursprünglich eben­falls aus einer pri­vaten Initiative ent­standen — ist für eine See­ge­meinde selbst­redend Pflicht.

Darüber hinaus befinden sich noch immer drei Spit­zen­wein­güter auf hie­sigem Boden. Kein Wunder, denn Män­ne­dorfs sonnige Abhänge sollen bereits seit Römer Zeiten zum Rebbau genutzt werden.

Geheimtipp

Ver­liebte oder solche, die es werden wollen, begeben sich zum lau­schigen Tête-à-Tête in den Alma Park. Und bitte den Park jeden­falls so ver­lassen wie man ihn ange­troffen hat. Sonst ist’s bald vorbei mit der roman­ti­schen Zeit­reise in ver­gangene Jahrhunderte.

Kupferstich von Heinrich Bruppacher

Was ist denn nun mit den exotischen Tieren?

Das Wappen zeigt einen ste­henden Otter in Schwarz, einen blauen Fisch ver­zehrend. Das Wappen geht auf den 1480 ver­stor­benen Eberhard Ottikon zurück, der 1459 Obervogt in Män­nedorf war. Im Jahre 1493 erschien das Wappen erstmals im Wap­penbuch des Chro­nisten Gerold Edlibach.

Im 16. Jahr­hundert zierte der schwarze Otter auf güldnem Grund die offi­zi­ellen Ämterschreiben

Was dann geschah

Über die Jahr­hun­derte nahmen sich dann offenbar diverse unbot­mässige Zeichner künst­le­rische Frech­heiten heraus. Aus dem Otter wurde im Laufe der Jahr­hun­derte ein Eich­hörnchen, ein Biber und zu unguter Letzt gar ein Löwe.

Das unstan­des­ge­mässe Handeln stiftete Ver­wirrung allent­halben, so dass die Gemein­de­ver­sammlung 1928 beschloss, die ursprüng­liche Dar­stellung fest­stellen zu lassen.
1930 schliesslich — genauer: am 7. Juni 1930 — einigte man sich ein für alle Mal auf die Form von Gerold Edlibach. Der schwarze Otter setzte sich somit jeden­falls durch und wurde zum Platz­hirsch. Oh nein — lassen wir das…

Sie möchten mehr Infos?

Schreiben Sie uns eine kurze Mail oder – noch ein­facher – rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Wie unsere Zügelmänner Ihren Umzug von oder nach Männedorf gestalten

Die Fähr­leute auf der Illu­stration von Heinrich Brup­pacher aus dem Jahr 1794 zeigen vollen Einsatz bei der Beladung und dem Transport der schweren Fracht. Wo die einen auf dem Heu­ballen neue Kräfte für den Ablad sammeln, sind die anderen mit treiben und lenken beschäftigt.

Ein stim­miges Bild zu unserer Arbeitsweise:
Wir haben Fach­per­sonen für alle Arbeiten, die während eines Umzuges anfallen können. So trans­por­tieren wir Ihr Umzugsgut mit Last­wagen, Trolley und Hebe­bühne. Und bei Bedarf durfte es auch schon mal ein Kühl­wagen sein.

WEPA: Und alles kommt gut.

Gemein­dehaus

Die Gemein­de­ver­waltung liegt an der Bahn­hofstrasse 6/10 und bietet ein umfas­sendes Dienstleistungsangebot.

Im Online-Schalter bietet sich Inter­es­sierten einiges rund um Anmeldung, Abmeldung, Ein­bür­gerung, usw.

Wo wir unser Wesen sonst noch treiben

  • Hundloch bei Galgenen

    Galgenen

    Umzug Gal­genen: Infor­ma­tionen die Gemeinde, die ihr grösstes Dorf mit anderen teilen muss. Rät­sel­raten allent­halben um Namen und Wappen.

  • Schilfrohr bei Thalwil
    Thalwil

    Umzug Thalwil: Knackige Infos über Land­wirt­schaft, Indu­stria­li­sierung, Pend­lertum. Erhel­lendes zur Zürcher See­ge­meinde mit den sechs Geleisen.

  • Zürcher Goldküste
    Gold­küste

    Umzug Gold­küste Zürich: Erfahren Sie Wis­sens­wertes über die Gegend, in welcher der Zürcher aus der grossen Stadt der eigent­liche Agglo ist.

  • Chilbi Wädenswil
    Wädenswil

    Umzug Wädenswil: Süffige Fakten, über die Stadt am Zürichsee, bei der die Zahl Drei immer wieder eine Rolle spielt. Und etwas Licht ins Dunkel rund um die Man­tel­schnalle gibt’s obendrein.

  • Kupferstich Heinrich Bruppacher Zollikon
    Zol­likon

    Umzug Zol­likon: Wie beim Zürcher Nachbarn aus einem roten Vogel der schräge Balken wird und der Schlüssel eines Hei­ligen ein Inter­mezzo gibt.

  • Spaghetti Liege
    Rüti

    Umzug Rüti ZH: Wer Spa­ghetti und Design­klas­siker schätzt, liegt hier im wahrsten Sinne des Wortes richtig. Hier gibt’s Erstaun­liches zu berichten über die Stadt, die keine ist.

  • Heidi und Geissenpeter
    Hirzel

    Umzug Hirzel: Erlesene Infor­ma­tionen über die Ort­schaft im Kanton Zürich, deren berühm­teste Enkelin in Japan besonders beliebt ist.

  • Pfäffikon SZ
    Pfäf­fikon SZ

    Umzug Pfäf­fikon SZ: Fakten, Fakten, Fakten über den Zürcher Zwerg, der weltweit hinter New York und Shanghai an dritter Stelle steht.

  • Verkehrsgarten in Siebnen
    Siebnen

    Umzug Siebnen: Knackige Infor­ma­tionen über das hei­matlose Schwyzer Dorf. Das ver­schollene Phantom im Zentrum des March-Dreieck.

  • ZSG Fähre bei Meilen
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    Umzug Meilen: Hier erfahren Sie Wis­sens­wertes über die Zürcher See­ge­meinde, die mit einer Fähre an der Zürcher Gold­küste auf­trumpfen kann.

  • Blühende Kirschbäume an der Bertastrasse, Stadt Zürich
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    Umzug Stadt Zürich: Geheim­tipps für Spar­füchse. Fakten über die Stadt der Super­lative und leisen Töne.

  • Zürichsee
    Zürichsee

    Umzug Zürichsee: Erfahren Sie, weshalb das Glet­scher­sterben nicht immer schlecht sein muss. Augen­zwin­kernder Blick auf unser Einzugsgebiet.

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    Umzug Lachen SZ: Was Sie schon immer über die einzige Schweizer Gemeinde mit Was­ser­flug­platz wissen wollten. Und was ist eigentlich die aqua­tische Ver­bindung zur Aar­gauer Gemeinde mit dem höchsten Ausländeranteil?

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    Umzug Erlenbach: Was hat die kleinste Gemeinde der Zürcher Gold­küste zu bieten? Unter anderem einen echten Geheimtipp!

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    Ein­siedeln

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  • Botanischer Garten im Seefeld Zürich
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    Umzug Seefeld Zürich: Inter­es­santes zu Zürichs Trend­quartier der Nuller Jahre: Vom Büezer in den 70ern über den Yuppie der 90er zum heu­tigen Senior.

  • Schwanenfamilie bei Hombrechikon
    Hom­brech­tikon

    Umzug Hom­brech­tikon: Die goldene Garbe aus 16 Ähren — das Pendant des Mit­tel­fingers aus der frühen Neuzeit. Jaja — schon damals echte Zürcher.

  • Rothschild Giraffe im Kinderzoo Rapperswil
    Rap­perswil-Jona

    Umzug Rap­perswil-Jona: Rosen spielen hier spä­te­stens seit Ende des 12. Jahr­hun­derts eine dop­pelte Rolle. Fakten, die sich manchem Betrachter erst beim zweiten Blick erschliessen.

  • Horgen Stollenfahrt Bergwerk Käpfnach
    Horgen

    Umzug Horgen: Nur weil sich der Schwan neu­er­dings nach links ori­en­tiert, heisst das nicht, dass das für die Politik auch gilt. Infor­ma­tionen über die Zürcher Gemeinde, an deren Gestade die Bonzen von der Gold­küste per Fähre anlegen.

  • Kupferstich Bruppacher "Küsnacht"
    Küs­nacht

    Umzug Küs­nacht: Hier erfahren Sie mehr über Geld, Weib und Gesang der grössten Gemeinde an Zürichs Goldküste.

  • Franziskus Zentrum in Uetikon am See
    Uetikon am See

    Umzug Uetikon am See: Liegt streng genommen nicht mehr an der edlen Gold­küste, dafür macht die Zürcher Gemeinde den Ein­siedlern Konkurrenz.

  • Schmerikon Winterbeleuchtung
    Schme­rikon

    Umzug Schme­rikon: Infor­ma­tionen über die St. Galler Gemeinde am obersten Ende des Zürcher Obersees. Kurzes Gast­spiel im Kanton Linth.

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