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Übermüdete Eule

Zürichsee: Gletschersterben sei Dank!

Verwirrende Fakten rund um den Namen

Zürichsee
Zürichsee

Gletschersterben? I like!

Streng genommen ist jeder See eine wassergefüllte Vertiefung im Boden. Dies trifft auch auf den See an den drei Kantonen zu.

Das Wasser stammt von den Alpen, und die Vertiefung ihrerseits überraschenderweise ebenfalls – aber wir greifen vor.

Vor zig Millionen Jahren füllten riesige Massen von Abtragungsschutt der entstehenden Alpen das Molassebecken des Schweizer Mittellandes. Dabei bildeten sie verschiedene Schichten von Sedimenten.

Durch den Vorstoss des Rhein-Linth-Gletscher während der verschiedenen Eiszeiten bildeten sich neue Täler, und bestehende Täler wurden vertieft.

Nach Ende der Würm-Eiszeit zog sich der Gletscher zurück und gab den Raum für das Wasser frei.

So verdanken wir dem Sterben des Rhein-Linth-Gletschers diesen See und die sonnenbeschienenen Hänge des Pfannenstiels. Dem Gletschersterben sei ausnahmsweise Dank. Denn ohne sterbenden Gletscher gäbe es das Sihltal ebensowenig wie den lauschigen Lindenhof.

Nach der Verwirrung um den Namen noch ein paar Zahlen zum Abrunden

Von den 31 Ortschaften, die an den diesen See grenzen, ist die Stadt Zürich nicht ganz überraschenderweise die grösste, und Hurden mit 271 Einwohnenden die kleinste (Stand 2008).

Insgesamt leben 1.2 Mio Menschen in den Gemeinden rund um den Zürichsee. Die Schweizer Gesamtbevölkerung beträgt 8.6 Mio Einwohnende. Daraus folgt, dass mehr als jeder Siebte Einwohnende am oder um dieses Gewässer wohnt.

Zürichsee

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