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Stäfa

Stäfa Wappen

Stäfa: Hier erfahren Sie, wonach Sie zu fragen nicht gedacht hätten.

Wie sich frühmittelalterliche Bande von Oberägypten über Mailand bis nach Zurzach knüpfen.

Stäfa Wappen

Interview mit Erika J. vor dem Mega Kebap

Was sagen Sie jemandem, der hierher ziehen möchte?

Sie haben eine Gute Wahl getroffen. So unauf­fällig diese Gemeinde auf den ersten Blick scheinen mag. Sie gehört doch immer wieder zu den Pionieren.

Was sagen Sie jemandem, der von hier wegzieht?

Ui — hat es Ihnen vom vielen Rivella abge­löscht? (lacht)

Heinrich Bruppacher Kehlhof

Was zeichnet diese Gemeinde aus?

Böse Zungen meinen, dass man sich hier ein wenig im Nie­mandsland zwi­schen Rap­perswil-Jona und Meilen befindet. Und so falsch läge man mit dieser Betrach­tungs­weise nicht, denn Reb­berge und ländlich noch relativ wenig bebaute Gebiete prägen das Bild. Wir räumen ein — alles ist relativ. Aber ange­sichts der an den Gestaden des Zürichsees üblicher Ver­bau­ungen, ist es auf Stäfner Gemein­de­boden tat­sächlich noch relativ unverbaut. Den knapp 15’000 Bewoh­nenden und über 110 ein­ge­tra­genen Ver­einen zum Trotz.

Was ist wichtig? Lage, Lage, Lage

Der Lage direkt am See und im Bogen des See­ufers ist die optimale Besonnung zu ver­danken. Wohl auch des­wegen ist Stäfa die grösste Wein­bau­ge­meinde im Kanton Zürich und seit der Jung­steinzeit besiedelt.

Die rund 7km See­an­stoss sind über weite Strecken wenig bebaut und laden infol­ge­dessen an unge­zählten Orten zum Bad. Wer es gerne offi­ziell und unter Bade­auf­sicht mag, wird in zwei See­bädern empfangen.

Und was verrät der zweite Blick?

Wer sich etwas in die Stäfner Geschichts­bücher ver­tieft, lernt, dass hier die Geburts­stätte von Rivella ist. Anfangs der Fünf­ziger Jahre füftelt ein fin­diger Student der Juris­prudenz namens Robert Barth an einer Art Molke-Bier. Und er erfindet somit das Schweizer Natio­nal­ge­tränk, das auch heuer noch im Schweizer Erfri­schungs­ge­trän­ke­markt die Nummer zwei hinter Coca-Cola ist.

Etwas weniger weit zurück­blättern in der Geschichte muss man, um über die Pio­nier­rolle der Gemeinde in den elek­tro­ni­schen Medien zu lesen. Denn 1983 gründet die Buch­druckerei Stäfa mit Radio Zürisee eines der ersten Schweizer Pri­vat­radios. Das damalige Studio fand jeden­falls in der­selben Loka­lität Her­berge wie der Mega Kebab, vor dem wir mit Erika gesprochen hatten.

Gemeindehaus

Die Gemein­de­ver­waltung finden Sie an der Göthe­strasse 16 und bietet ein umfas­sendes Dienstleistungsangebot.

Im modernen Online-Schalter bietet die Gemeinde ein umfas­sendes Angebot digi­taler Dienste, so dass für die meisten Anliegen des täg­lichen Lebens eine Lösung bereit steht.

Heinrich Bruppacher Kehlhof

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Schreiben Sie uns eine kurze Mail oder — noch ein­facher — rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Was hat es denn nun mit den frühmittelalterlichen Bande auf sich?

Das Wappen zeigt die heilige Verena mit Krug und Dop­pelkamm. Der Legende nach wurde sie in Theben am oberen Nil in Ägypten geboren. Nach dem Tod ihres Erziehers zog sie im Tross der The­bäi­schen Legionäre nach Mailand. Und nachdem sie sich in Salo­durum (Solo­thurn) nie­der­liess, begann sie in der nach ihr benannten Vere­n­aschlucht ihr Wirken.

Doch der Andrang derart vieler Bedürf­tigen und Bewun­derer, wurde nicht nur ihr zuviel, sondern war überdies den Römern suspekt. Die machten kurzen Prozess und liessen sie erst wieder frei, nachdem sie den Römer-Chef von Fieber geheilt hatte. Das brachte das Fass zum Über­laufen, und sie zog bald darauf weiter bis zu einer Insel im Rhein. Dort führte sie ihr Wirken bis zu ihrem Lebensende fort.

Was geschah nach ihrem Ableben?

Um 750 nach Christus ent­stand in Zurzach beim Grab der hei­ligen Verena ein Kloster. Und mit der Zeit wurde aus dem Stras­sendorf ein Wall­fahrtsort, was Zurzach zu einem sehr alten Kir­chen­standort macht.

Und was hat das alles mit Stäfa zu tun? Die Ober­vogtei führte seit 1526 die heilige Verena in Ihrem Schild.

Wie wir Ihren Umzug organisieren

Die Fähre auf Heinrich Brup­pa­chers Illu­stration ist mit Bot­tichen beladen. Auf dem Steg stehen Männer bereit, die Fracht zu ver­laden. Am Ufer arbeiten weitere Männer im Hin­ter­grund. Und im Hafen liegen weitere Weid­linge als Reserve bereit.

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