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Galgenen: Kompromisse und Kapellen

Rätselraten allenthalben um Namen und Wappen.

Galgenen
Hundloch

Grösstes Dorf der Gemeinde ist jedenfalls ein Unikum

Siebnen ist nicht nur die grösste Ortschaft der Gemeinde Galgenen, sondern Galgenen «teilt» sich dieses Dorf mit den Gemeinden Wangen SZ und Schübelbach.

Galgenen verfügt deshalb über keine kommunale Selbstverwaltung, denn diese wird von den drei Muttergemeinden übernommen.
Das ist insofern einzigartig, da normalerweise Ortschaften dieser Grösse über eine eigene Verwaltung verfügen.

Galgener sind denn auch Kompromisse gewohnt

Somit ist stets zwischen den Bedürfnissen der Ortschaft und den Möglichkeiten der drei Gemeinden abzuwägen. Daher ist man sich nicht nur in Siebnen, sondern in den drei Gemeinden an Kompromisse gewöhnt, und man ist sich bewusst, dass es für den Erfolg jeweils die Anstrengungen aller Beteiligten braucht.

Das führt zum etwas eigenen Charakter dieser Gegend, dass man einerseits immer auf Kompromisse eingehen kann, und anderseits recht konsequent im Verhandeln ist, damit die eigenen Bedürfnisse nicht untergehen.

Hundloch

Rätselraten um Wappen und Gemeindenamen

Das Wappen zeigt den heiligen Martin, hoch zu Ross und knienden Bettler.
Weshalb das Wappen ausgerechnet diesen Heiligen zeigt, ist unbekannt.

Ebenso unklar ist zudem die Herkunft des Gemeindenamens.
Die Geschichtsforscher konnten nämlich nicht bestätigen, dass der Name mit Galgala bei Jericho oder mit einem Galg- oder Galtbrunnen in Verbindung steht. Und auch der altromanische Plural calcanja, was soviel wie Ferse, resp. eine fersenförmig vorspringende Geländeformation, bedeutet, konnte nicht als Ursprung bestätigt werden.

Hätten Sie’s gewusst?

Auch wenn auch wir nicht allzu viel über die Herkunft des Gemeindenamens und Wappens herausgefunden haben, unsere Recherchen sollen nicht vergebens sein.

Der heilige Martin aus dem Galgener Wappen ist unter anderem dafür bekannt, dass er seinen warmen Mantel spontan mit einem Bettler geteilt hatte.

Dieser Mantel (lateinisch Cappa) – resp. die übrig gebliebene Hälfte – gehörte nach Martins Ableben seit der Merowingerzeit zum Kronschatz der fränkischen Könige und reiste mit ihrem Hof von Ort zu Ort. Aufbewahrt wurde das Mantelteil oft in kleineren, als Kirchenraum dienenden Räumlichkeiten, die danach auch als Kapellen bezeichnet wurden.

Somit verweist jede Kapelle direkt auf Martins gute Taten, indem sie gleich wie das lateinische Wort für Mäntelchen – Capella – heissen.

Gemeindeverwaltung

Die Gemeindeverwaltung liegt mitten im Dorf Siebnen an der Büelstrasse 15.

Der Online-Schalter ist im Grunde genommen eine Auflistung von PDFs und Links, mutet recht technisch an, und die Interaktivität kommt für unseren Geschmack etwas zu kurz.
Ungeachtet dessen ist die Nutzerfreundlichkeit gegeben, doch man glaubt sich um Jahre in die Zeiten vor Smartphone-Getippsel zurückversetzt.

Vielen Dank für's Teilen