Interview mit Heiri K. beim Frühschoppen im Restaurant Rössli zur Vogtei
Was sagen Sie denn jemandem, der hierher ziehen möchte?
Chömed nume ali – es bitz frisches Bluät het no niemäm gschadt. Mir händ’s schön bi öis, und es isch jede wyllkomm.
Was sagen Sie jemandem, der von hier wegzieht?
Dr Alois hett scho xäit, dass s’einzig Beschtändig de Wandel isch. Derum macht’s nüüt, wemmer anes nöis, schööns Plätzli züglet.

Was gibt’s hier am See zu sehen?
Den Allermeisten ist die Gemeinde denn auch lediglich vom Vorbeifahren in Zug oder Wagen bekannt. Aus heutiger städtebaulicher Sicht ein No-Go, denn die Zuglinie verläuft in fast unmittelbarer Nähe parallel zum Seeufer. Darüber hinaus hat man seinerzeit zwischen Zuglinie und Seeufer noch die Kantonsstrasse gepflanzt.
Aber die Seestrasse wird ihrem Namen ausnahmsweise gerecht, denn die Pendler brausen direkt am Seeufer ihren Zielen entgegen. Nur da und dort wird die ungetrübte Seesicht durch kleinere Boots- und Seehäuser unterbrochen.
Dafür quetschen sich auf der anderen Strassenseite die Terrassenhäuser dicht gedrängt unter der Bahnlinie.
Wie sieht es denn ennet den Gleisen aus?
Wer will es wagen, bei der einzigen Ampel auf Gemeindegebiet bergwärts zu biegen?
Denn kaum ist die Zugunterführung passiert, eröffnet sich den Wagemutigen eine äusserst pittoreske Seegemeinde. Dementsprechend wähnt man sich im Schlaraffenland, wo man sich ebenfalls erst durch einen Berg aus Hirsebrei arbeiten muss, um danach zu Potte zu kommen.
Der Nähe zum Bezirkshauptort Meilen ist allerdings zu verdanken, dass das Leben in dieser Gemeinde dörflich geprägt bleibt. So gibt es zwar einen Dorfkern, bei dem sich einige kleinere Läden konzentrieren. Zusätzlich runden ein Coop und VOLG das dörfliche Bild angenehm ab. Aber den grossen Migros sucht man vergebens: Den findet man entweder in Erlenbach oder Meilen.
Geheimtipp
Herrliberg kann jedoch punkten mit viel Naherholungsraum zum Wandern. Zudem lockt natürlich die Badeanlage und das nur für hiesige Einwohner verfügbare Badhüüsli.
Aufgepasst: Damit man rechtzeitig reservieren kann, muss man genau 365.25 Tage Vorlaufzeit beachten.

À propos Anker-Sammlung
Man erliegt natürlich leicht dem Irrtum, es handle sich hierbei um eine Ansammlung nautischer Gegenstände. Schliesslich befindet man sich hier in einer Seegemeinde. Ausnahmsweise ist hier jedoch die Rede vom Genremaler des Schweizer Volkslebens Albert Anker.
Und wie war das nun mit dem Bauerntum und dem Weinbau?
Das Wappen zeigt drei Doppeljoche. Weshalb es deren drei sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Die Doppeljoche stehen seit Ende des 15. Jahrhunderts symbolhaft für das in dieser Gemeinde vorherrschende Bauerntum.
Und auch wenn es heute wieder das aktuell gültige Wappen ist:
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es von einer Weintraube geziert. Aber nicht für besonders lange, denn ab 1934 kamen die bekannten Doppeljoche für das hiesige Wappen wieder zum Handkuss.
Somit ist ein für allemal das Gerücht widerlegt, dass die Rückkehr zum bauerntümlichen Wappen in irgend einer Weise mit der Wohnsitznahme des berühmten Anker-Sammlers in Verbindung steht.
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Wie unser Zügelteam Ihren Umzug von oder nach Herrliberg anpackt
Wir fragen uns, ob die Fährleute auf der Illustration von Heinrich Bruppacher aus dem Jahr 1794 denn tatsächlich mit Umzügen beschäftigt sind. Oder üben sie etwa mit ihren Weidlingen das Pendeln von und nach Zürich?
Einerlei: Wir setzen für Ihren Umzug mit an Sicherheit grenzendener Wahrscheinlichkeit keine Weidlinge ein. So dass wir Ihr Umzugsgut mit Lastwagen, Hebebühne und bei Bedarf Warenkran elegant durch hohe Lüfte transportieren.
Gemeindehaus
Die Gemeindeverwaltung liegt an der Forchstrasse 9 und bietet ein umfassendes Dienstleistungsangebot.
Im Bereich Einwohnerdienste finden Interessierte alles rund um Anmeldung, Abmeldung, Einbürgerung, usw.