Seefeld Zürich

Seefeld Zürich: Yoyo einer Perle

Unter dem Strich vom Büezer in den 70ern über den Yuppie der 90er zum Senior der Neuzeit. Aber hey, Sechzig+ ist das neue Vierzig, und Fünfzig das neue Fünfunddreissig, right?

Seefeld Zürich

Interview mit Hans B. beim Quartierhof Wynegg

Was sagen denn Sie jemandem, der hierher ziehen möchte?

Bei­spiels­weise sind auch Sie am Quar­tier­verein Riesbach interessiert?

Was sagen Sie demgegenüber jemandem, der hier wegzieht?

Ich hoffe jeden­falls, die immer höheren Mieten haben Sie nicht vergrault.

Botanischer Garten im Seefeld Zürich

Bach, der aus dem Ried kommt, oder rie­selnder Bach

abge­leitet aus Rie­dispach


ca 930
Rie­dispach

1227
Rie­spach
Quelle: “Zürcher Orts­namen — Ent­stehung und Bedeutung”, Zürcher Kan­to­nalbank ZKB, 4/85

Was sollte man denn über das Zürcher Seefeld wissen?

Das Land und das Ufer des Zürcher See­felds sowie die aus­ge­dehnten Pärke und Fla­nier­zonen ver­danken wir den Auf­schüt­tungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Dann wurden nämlich die histo­ri­schen Quai­an­lagen gebaut und sicherten das auf­ge­schüttete Ufer.

Regel­mässig kommen hier bei Tief­bau­ar­beiten die Archäo­logen zu Potte — bei­spiels­weise beim Neubau des Bernhard Theaters oder des Parkhaus Opéra. Die Pfahl­bauer waren vom ufer­nahen Bauen angetan, schliesslich wären sonst die Pfähle sei­nerzeit kaum nötig gewesen. Doch befinden sich die vor­ge­schicht­lichen Zeugen mitt­ler­weile 4 Meter unterhalb des Strassenniveaus.
Man sieht: Nicht nur wurde das Seeufer auf­ge­schüttet, sondern der Pegel des Zürichsees stieg ent­spre­chend seit der Regu­lierung durch den Linthkanal.

Yoyo 1: Niedergang einer Perle

Bis in die frühen Ach­ziger Jahre war das Quartier, das zur ehe­ma­ligen Gemeinde Riesbach gehört, indes vom Büezertum und Nied­rig­ver­die­nenden geprägt. Die Stras­sen­pro­sti­tution war geduldet und gemäss dem offi­zi­ellen Strichplan an der Bel­le­ri­ve­strasse sowie am Tie­fen­brunnen zuge­lassen. Doch in der zweiten Hälfte des Jahr­zehnts nahm der Dro­gen­strich und Frei­er­verkehr (ähm, der im Auto) überhand. Die dann resul­tie­rende Abwan­derung der Alt-Ein­ge­ses­senen beschleu­nigte den all­ge­meinen Nie­dergang des Quartiers.

Die Folge davon

Dadurch ver­lot­terten die Immo­bilien, und ähnlich wie in Zürich West däm­merte hier manche Immo­bi­li­en­perle ihrem Abbruch entgegen.
Derweil ent­spannte sich die Drö­geler-Situation auf­grund der flan­kie­renden Mass­nahmen und der staat­lichen Methadon- und Hero­in­abgabe, und die Stras­sen­pro­sti­tu­ierten wan­derten in andere (Stadt-)Gebiete ab.

Was schliesslich übrig blieb war ein brach­lie­gendes, ver­lot­tertes Quartier mit zwei­fel­haftem Ruf, doch an aller­bester Lage: dem Ein­gangstor zur Gold­küste.

Die Gentrifizierung des Quartiers hat hier einen eigenen Namen: Seefeldisierung.

Ab Mitte der Neun­ziger Jahre begannen die Hypo­the­kar­zinsen indes relativ rasch von 7,5% auf unter 5% zu fallen. Dies ermög­lichte dafür manchem Inve­storen, brach­lie­gende und abbruch­reife Immo­bilien im Zürcher Seefeld rei­hen­weise auf­zu­kaufen. Diese wurden darauf saniert oder durch Neu­bauten ersetzt und wieder auf den Markt gebracht.
Hier­durch stiegen die Preise fürs hiesige Wohnen in immer höhere Sphären.

Yoyo 2: Aufstieg der Perle

Wenn­gleich an sich ein nor­maler Vorgang eines jeden Quar­tiers: Hier setzte diese Ver­än­derung durch die Begleit­um­stände derart plötzlich ein, dass viele der ver­blie­benen Ein­woh­nenden sich erstens die neuen Mieten nicht mehr leisten konnten. Und diese zweitens keine Ersatz­be­hausung im Quartier finden konnten.

Botanischer Garten

Der Rest ist schliesslich Geschichte

Die im Seefeld Zürich ein­strö­menden Massen waren überdies gut ver­die­nende Yuppies, DINKS oder Star-Agen­turen, so dass das gene­relle Preis­niveau stetig weiter nach oben getrieben wurde.

Ehemals bedienten die hie­sigen Läden und Buden den täg­lichen Bedarf eines kleinen Dorfes. Je länger die Zuwan­derung Gut­be­tuchter anhielt, desto mehr nahmen Designer-Shops, Ein­rich­tungs- und Life­style­pa­läste, Beau­ty­tempel und hippe Bars und Cafés überhand.

Es gibt natürlich Aus­nahmen, quasi die Gallier im römisch besetzten Frank­reich, zum Bei­spiel das Restaurant Miracle.

Yoyo 3: Wieder nach unten?

Das hat im Seefeld zu einer Bahn­hofstras­si­sierung geführt:
Nach Laden­schluss herrscht meist tote Hose, wenn nicht gerade Sommer ist. Denn dann strömen die Besu­cher­horden mit den Ein­weg­grills laut­stark vom Zürihorn nach Hause.

Geheimtipps für Sparfüchse — Seefeld Zürich Edition

Zürich, das gilt mitt­ler­weile in ganz beson­derem Masse auch für das Seefeld, hat den Ruf eines besonders teuren Pflasters.
Dennoch hat auch dieses Quartier Einiges zu bieten, das auch von Hinz und Kunz kostenlos genossen werden kann.

  • Spe­zi­ellen Genuss ver­sprechen erstens die Tro­pen­häuser des bota­ni­schen Gartens, die in käl­teren Jah­res­zeiten jeden­falls für wohl­tuende Auf­wärmung sorgen.
    Und zweitens lädt die gross­zügige Park­anlage in den wär­meren Monaten mit qua­kenden Frö­schen oder Riesen-See­rosen zum see­sicht­ver­wöhnten Verweilen.

Geheimtipps, Supplément

  • Der Pavillon von Le Cor­busier indes kann inklusive Gar­ten­anlage bei der Blat­ter­wiese kostenlos betrachtet werden.
    Die regel­mäs­sigen Füh­rungen im Inneren hin­gegen kann man sich sparen. Denn Frau Weber hat sei­nerzeit alles mit­laufen lassen, was nicht niet- und nagelfest war. “Aus der Zeit” ist — so glauben wir — einzig noch der Lin­ole­um­boden, aber nicht mal das ist gesichert.
  • Das alle drei Jahre am ersten Wochenende im Juli statt­fin­dende Zürifäsht ist zwar für alle gratis. Die unbe­streitbar besten Plätze, die gran­diosen Feu­er­werke zu bestaunen, befinden sich hin­gegen am See­feldquai gleich neben der Badi Utoquai. Erstens ist hier das Gedränge noch halbwegs erträglich. Und zweitens gibt es hier keine Bäume, die den Blick gen Himmel ver­sperren könnten.
  • Genau so gilt obiger Eintrag für den all­jährlich statt­fin­denden Sil­ve­ster­zauber. So denn nicht gerade Corona den Pyro­ma­tikern einen Strich durch die Rechnung macht.
  • Unzählige hiesige Orte laden zum Lust­wandeln und Ver­weilen ein. Zum Bei­spiel der Patumbah-Park, der oben erwähnte bota­nische Garten und der Garten der Villa Bleuler sollen stell­ver­tretend erwähnt werden.

Sie möchten mehr Infos?

Schreiben Sie uns eine kurze Mail oder – noch ein­facher – rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Wie unsere Zügelmänner den Umzug nach oder vom Zürcher Seefeld anpacken

Der Wandel, dem dieses Quartier unter­worfen ist, kann gerne als Motto für unsere Arbeits­weise dienen:
Wir besinnen uns auf unser Handwerk und trans­por­tieren das uns Anver­traute stets pro­fes­sionell, egal ob für Büezer oder Star-Anwalt.

WEPA packt für alle an.

Kreisbüro Kreis 8

Kurz gesagt ist das Kreisbüro im Stadthaus inte­griert und liegt am Stadt­hausquai 17.
Es bietet indes an bester Lage alles, was das Herz begehrt. Besonders an spe­ziell “runden” Daten wie bei­spiels­weise dem 8.8.2008 ist aller­dings vom Besuch abzu­raten, da dann Hei­rats­willige mit­unter für Stau vor dem Eingang sorgen.

Ein voll aus­ge­stat­teter Online-Schalter bietet zudem ein rundum voll­stän­diges Angebot.

Wo wir unser Wesen sonst noch treiben

  • Horgen Stollenfahrt Bergwerk Käpfnach

    Horgen

    Umzug Horgen: Nur weil sich der Schwan neu­er­dings nach links ori­en­tiert, heisst das nicht, dass das für die Politik auch gilt. Infor­ma­tionen über die Zürcher Gemeinde, an deren Gestade die Bonzen von der Gold­küste per Fähre anlegen.

  • Golfequipment im Pro Shop Schönenberg
    Schö­nenberg

    Umzug Schö­nenberg: Infos über das Gebiet im Kanton Zürich mit Fluss, zwei Teichen und fünf Bächen. Wädenswil light: Da ist sie wieder, die Mantelschnalle.

  • Heidi und Geissenpeter
    Hirzel

    Umzug Hirzel: Erlesene Infor­ma­tionen über die Ort­schaft im Kanton Zürich, deren berühm­teste Enkelin in Japan besonders beliebt ist.

  • Zürcher Goldküste
    Gold­küste

    Umzug Gold­küste Zürich: Erfahren Sie Wis­sens­wertes über die Gegend, in welcher der Zürcher aus der grossen Stadt der eigent­liche Agglo ist.

  • Chilbi Wädenswil
    Wädenswil

    Umzug Wädenswil: Süffige Fakten, über die Stadt am Zürichsee, bei der die Zahl Drei immer wieder eine Rolle spielt. Und etwas Licht ins Dunkel rund um die Man­tel­schnalle gibt’s obendrein.

  • Schmerikon Winterbeleuchtung
    Schme­rikon

    Umzug Schme­rikon: Infor­ma­tionen über die St. Galler Gemeinde am obersten Ende des Zürcher Obersees. Kurzes Gast­spiel im Kanton Linth.

  • Kupferstich von Heinrich Bruppacher
    Män­nedorf

    Umzug Män­nedorf: Wo sich der krasse Otter gegen coole Biber, flinke Eich­hörnchen und sogar einen starken Löwen durch­setzt. Exklusive Insider-Infor­ma­tionen, zu wahr, um gut zu sein.

  • Diorama in Einsiedeln
    Ein­siedeln

    Umzug Ein­siedeln: Raben können durchaus pfeifen, wenn sie denn wollen. Was Sie schon immer über den Schweizer Wall­fahrtsort am Jakobsweg wissen wollten.

  • Kupferstich Heinrich Bruppacher Herliberg
    Herr­liberg

    Umzug Herr­liberg: Hier erfahren Sie alles Wesent­liche über die Wohn­ge­meinde des berühm­testen Anker-Sammlers an der Zürcher Goldküste.

  • Franziskus Zentrum in Uetikon am See
    Uetikon am See

    Umzug Uetikon am See: Liegt streng genommen nicht mehr an der edlen Gold­küste, dafür macht die Zürcher Gemeinde den Ein­siedlern Konkurrenz.

  • Ansicht von Rüschlikon im Jahre 1793 von Heinrich Bruppacher
    Rüsch­likon

    Umzug Rüsch­likon: Von den Rüsch­liker Vor­zügen wusste 1553 schon Conrad Gessner zu berichten. Alles Wesent­liche über die Gemeinde Zürichs, die der Welt beim Denken hilft.

  • Hundloch bei Galgenen
    Gal­genen

    Umzug Gal­genen: Infor­ma­tionen die Gemeinde, die ihr grösstes Dorf mit anderen teilen muss. Rät­sel­raten allent­halben um Namen und Wappen.

  • Altendorf - Stadt der Rose
    Altendorf

    Umzug Altendorf: Wun­dersame Zähl­weise der Rosen und knackige Infor­ma­tionen über das Schwyzer Dorf formerly known as Rapperswil.

  • Schwanenfamilie bei Hombrechikon
    Hom­brech­tikon

    Umzug Hom­brech­tikon: Die goldene Garbe aus 16 Ähren — das Pendant des Mit­tel­fingers aus der frühen Neuzeit. Jaja — schon damals echte Zürcher.

  • Kupferstich Heinrich Bruppacher Kehlhof Stäfa
    Stäfa

    Umzug Stäfa: Wie sich früh­mit­tel­al­ter­liche Bande von Ober­ägypten über Mailand bis nach Zurzach knüpfen, und was das mit Stäfa Zürich zu tun hat.

  • Rothschild Giraffe im Kinderzoo Rapperswil
    Rap­perswil-Jona

    Umzug Rap­perswil-Jona: Rosen spielen hier spä­te­stens seit Ende des 12. Jahr­hun­derts eine dop­pelte Rolle. Fakten, die sich manchem Betrachter erst beim zweiten Blick erschliessen.

  • Verkehrsgarten in Siebnen
    Siebnen

    Umzug Siebnen: Knackige Infor­ma­tionen über das hei­matlose Schwyzer Dorf. Das ver­schollene Phantom im Zentrum des March-Dreieck.

  • Insel Schönenwerd bei Richterswil
    Rich­terswil

    Umzug Rich­terswil: Spielball der Kon­fes­sionen, Länder und Kantone. Infor­ma­tionen über die Zürcher See­ge­meinde an der Schwyzer Grenze.

  • Blühende Kirschbäume an der Bertastrasse, Stadt Zürich
    Stadt Zürich

    Umzug Stadt Zürich: Geheim­tipps für Spar­füchse. Fakten über die Stadt der Super­lative und leisen Töne.

  • Zürichsee
    Zürichsee

    Umzug Zürichsee: Erfahren Sie, weshalb das Glet­scher­sterben nicht immer schlecht sein muss. Augen­zwin­kernder Blick auf unser Einzugsgebiet.

  • Sonnenuntergang bei Lachen SZ
    Lachen SZ

    Umzug Lachen SZ: Was Sie schon immer über die einzige Schweizer Gemeinde mit Was­ser­flug­platz wissen wollten. Und was ist eigentlich die aqua­tische Ver­bindung zur Aar­gauer Gemeinde mit dem höchsten Ausländeranteil?

  • Schilfrohr bei Thalwil
    Thalwil

    Umzug Thalwil: Knackige Infos über Land­wirt­schaft, Indu­stria­li­sierung, Pend­lertum. Erhel­lendes zur Zürcher See­ge­meinde mit den sechs Geleisen.

  • Pfäffikon SZ
    Pfäf­fikon SZ

    Umzug Pfäf­fikon SZ: Fakten, Fakten, Fakten über den Zürcher Zwerg, der weltweit hinter New York und Shanghai an dritter Stelle steht.

  • Kupferstich Heinrich Bruppacher Zollikon
    Zol­likon

    Umzug Zol­likon: Wie beim Zürcher Nachbarn aus einem roten Vogel der schräge Balken wird und der Schlüssel eines Hei­ligen ein Inter­mezzo gibt.

  • Zuerich
    Zürich

    Umzug Kanton Zürich: 162 Shades of Grey. Infor­ma­tionen über den Wirt­schafts­motor der Schweiz.

  • Restaurant Schönau in Erlenbach
    Erlenbach

    Umzug Erlenbach: Was hat die kleinste Gemeinde der Zürcher Gold­küste zu bieten? Unter anderem einen echten Geheimtipp!

  • Kupferstich Bruppacher "Küsnacht"
    Küs­nacht

    Umzug Küs­nacht: Hier erfahren Sie mehr über Geld, Weib und Gesang der grössten Gemeinde an Zürichs Goldküste.

  • Spaghetti Liege
    Rüti

    Umzug Rüti ZH: Wer Spa­ghetti und Design­klas­siker schätzt, liegt hier im wahrsten Sinne des Wortes richtig. Hier gibt’s Erstaun­liches zu berichten über die Stadt, die keine ist.

  • Schiffssteg Kilchberg-Bendlikon
    Kilchberg

    Umzug Kilchberg: Was die steu­er­gün­stigste Gemeinde Zürichs mit “El Gordo” gemeinsam hat. Infor­ma­tionen über die Zürcher Gemeinde, die der Welt beim Geniessen hilft.

  • ZSG Fähre bei Meilen
    Meilen

    Umzug Meilen: Hier erfahren Sie Wis­sens­wertes über die Zürcher See­ge­meinde, die mit einer Fähre an der Zürcher Gold­küste auf­trumpfen kann.

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